1.
Gespräche - Stimmt die Kommunikation?
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Ist
genügend Zeit für ein Gespräch da, oder verlasse
ich nach kurzer Zeit das Behandlungszimmer nur mit dem Rezept in
der Hand?
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Ist
die Atmosphäre freundlich und warmherzig, oder ist sie kühl
und distanziert?
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Werden meine persönlichen Wertvorstellungen und Lebensziele
toleriert und akzeptiert, und fühle ich mich ernstgenommen
und verstanden?
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Werden meine persönlichen aktuellen Lebensprobleme ausreichend
berücksichtigt, oder werden sie nur als Symptome der Erkrankung
bewertet?
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Wie wird meine Erkrankung angesehen, als rein genetisch-biologische
Erkrankung und/oder als Bewältigungsversuch einer starken Lebens-/Sinnkrise,
die sowohl problematische aber auch sinnvolle und kreative Elemente
enthält?
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Wird Kritik an der Behandlung positiv im Sinne von Eigenverantwortlichkeit
oder sofort als Behandlungsuneinsichtigkeit interpretiert?
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Fühle ich mich nach dem Arztbesuch besser (z. B. ermutigt,
sicherer) oder schlechter als vorher (entmutigt, verunsichert)?
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Bekomme ich schnell einen Notfalltermin und gibt es im Urlaubsfall
einen Hinweis auf die Vertretung?
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Bestimme ich mit, welche Medikamente und in welcher Dosierung ich
diese nehme?
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Wird eine Krisenbewältigung ohne Medikamente als Option angesehen,
oder wird dies direkt als abwegig oder unmöglich abgewehrt?
Wird z. B. eine Soteria-Einrichtung positiv gesehen oder negativ
bewertet?
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Werden meine eigenen Erfahrungen, die ich mit Medikamenten (aber
auch eigenen anderen Hilfsmassnahmen) habe, berücksichtigt
und in die Behandlung einbezogen, oder wird hierauf nicht oder nur
unzureichend eingegangen?
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Werde ich in genügendem Umfang über evtl. Nebenwirkungen
und Risiken der Medikation aufgeklärt, oder bin ich ausschliesslich
auf das Durchlesen des Beipackzettels angewiesen und bekomme Infos
nur durch Eigeninitiative?
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Werde/wurde ich (regelmässig) nach vorhandenen Allergien, weiteren
Erkrankungen gefragt, um festzustellen, welche Medikamente ich nicht
vertragen kann oder besser nicht nehmen sollte?
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Werden die notwendigen Blut-/Laboruntersuchungen regelmässig
angesetzt und durchgeführt oder muss ich immer selbst darauf
aufmerksam machen, weil dies sonst zu selten oder gar nicht geschieht?
Wird mir ein internistischer Kontrollbesuch empfohlen (Leberzustand,
kardiologische Werte), um organische Schäden möglichst
zu vermeiden?
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Wie wird mit mir umgegangen, wenn ich über Nebenwirkungen,
die mich sehr stören, berichte?
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a)
Werde ich damit ernst genommen, und es wird nach neuen Wegen gesucht
oder
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b)
werden sie einfach der Erkrankung zugerechnet, obwohl sie zum Zeitpunkt
der Medikamenteneinnahme erstmals aufgetreten sind,und/oder
werden diese als unwesentlich abgetan, obwohl sie erhebliche körperliche,
seelische und/oder soziale Probleme verursachen?
3.
Klinikeinweisung/Reha-Massnahmen/Krankenakte:
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Bestimme
ich im Falle eines Klinikaufenthaltes mit, wohin ich eingewiesen
werde, oder muss ich alles hinnehmen, was der Arzt/die Ärztin
entscheidet?
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Kann
ich z. B. bei Rehamaßnahmen, Krankschreibungen mitbestimmen
und/oder werden diese Dinge in genügendem Mass mit mir besprochen/abgesprochen
oder werden diese „über meinen Kopf hinweg“ veranlasst?
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Werden mir meine Krankenunterlagen gezeigt, und/oder werde ich wenigstens
mündlich umfassend über wichtige Inhalte informiert? Oder
weiss ich nicht, was die Klinik-/Reha-/Arzt-/Behördenunterlagen
und Gutachten beinhalten und welche Konsequenzen das für mich
haben kann? (Z. B. beim Abschluss von Lebens-/Berufsunfähigkeits-/Krankenversicherungen
und anderen wichtigen Dingen.)
4.
Psychotherapie/Selbsthilfe/andere Behandlungsarten:
oder wird dies abgelehnt mit dem Hinweis, dass dies aufgrund der Erkrankung
für sinnlos oder gar schädlich gehalten wird?
Diese
Checkliste ist sicherlich noch nicht vollständig. Infos zur Komplettierung
werden gerne entgegen genommen.
Rosa
Pillenknick (Pseudonym)
02.10.2003
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